derer von Cruczeborg, Kreutzburg
(v. Creuzburg)

Die Familie der Herren von Creutzburg gehört zum Uradel in Westthüringen.
Als Burgritter auf der Creuzburg nahmen sie ihren Anfang.
historische Karte -Werratal von 1635 mit eingezeichneten Gütern der Herren von Creutzburg
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Die Herren von Creutzburg waren Burgmannen der Burg Creuzburg an der Werra, Burgmannen zu Grimmenstein, waren Bürgvögte auf der Burg Haineck, als
Grund- und Lehnsherren in Scherbda, Berka v.d. Hainich, Sülzrieden, Bischofroda, Ifta, Stregda, Stedtfeld, Hötzelsroda (Metzelsroda-Mittelhof),
Madelungen, Spichra, Merxleben, Frankenroda, Sallmannshausen und Lengröden. Zur bedeutendsten Linie entwickelte sich die
Bischofrodaer Linie, die bis zum Jahre 1742 im gleichnamigen Ort saß und auch
weiterhin in Berka vor dem Hainich Herrschaftsrechte ausübte.
Nach der Gleichensteinischen Stammtafel erscheint schon 1242 Eckard von Creutzburg
als Burgmann zu Grimmenstein (Gotha), auf dem 1262 die Gebrüder Meinfried und Bruno von Creutzburg folgen.
Weiterhin erscheinen Berthold (1260/66) und seine Söhne Berthold und Hermann genannt Jurebelle.
Schon im 12. Jahrhundert wurde in den Urkunden ein Lupoldus von Berge erwähnt. Später kamen die Herren von Creutzburg im Auftrage des
Landgrafen als Lehnsleute nach Berka und Bischofroda. 1196 wurden Nortmann und Burchard von Creutzburg als Grundherren in Berka genannt.
Im Jahre 1351 stellte Landgraf Friedrich einen Lehnsbrief für Hans und Hermann von Creutzburg für Berka und Bischofroda aus.
1483 erfolgte die Belehnung Ottos und Georgs von Creutzburg mit dem Rittergut
Berka vor dem Hainich, welche dann im Jahre 1511 für beide Belehnte erneuert wurde.
Auszug Deutsches Adels-Lexikon (Leipzig 1860) von Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke
(-rotes Dreieck r.u. - mit Maustaste Bild auf gewünschte Größe ziehen)
Wappen 'von Kreutzburg', Grabstein 'von Kreutzburg' in und an der Kirche in Schönstedt
Die Schönstedter Linie 'von Kreutzburg', die aus dem Geschlecht der uradligen
von Creutzburg entstammt, sind ein gegen Ende des 18. , Anfang 19. Jahrhunderts
erloschenes altes vornehmes Geschlecht, dessen Hauptgut in Schönstedt bei Bad
Langensalza lag.
Auszug aus dem Genealogischen Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels, Bd XV, 1984
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* Burg Creuzburg an der Werra
Als landgräfliche
Ministerialen
waren die Herren von Creutzburg, belehnt vom Peterskloster Erfurt, auch zu Burgmannendiensten verpflichtet.
Mit der Übernahme des Burgvogtenamtes der Burg Creuzburg wurde
von der zuerst beauftragten Familie eine Namensänderung vollzogen. Der mit dem
Amt beauftragte Burgmann und seine Familie nahmen den
Namen des Burgsitzes an und nannten sich fortan
'derer von Cruceburg'
, die Herren von Creutzburg.
»
Die Bewachung der Burg wurde adeligen Familien übertragen und die erste derselben
nahm sogar den Namen von Burg und Stadt an, wie dies bei der Wartburg und andern Festen
von den Burgmännern häufig geschah.
Aus der Familie 'derer von Cruceburg' werden genannt Nortmann und Burchard 1196. «
Auszug aus ' Die Entstehung der Landesherrschaft in Thüringen ', Hans Patze, 1962
Als
Ritter bezeichnen
die mittelalterlichen Quellen sowohl den Kaiser als auch den
ihm dienenden
Ministerialen.
Geht man allein vom Ursprung
des Wortes aus, dem mittelhochdeutschen Verb „rîten“ (= sich
zu Fuß oder zu Pferd fortbewegen), so legt dieser Terminus in
der Tat eine soziale Gleichheit nahe. Mit „Ritter“ kann der reitende
Herr ebenso wie der besitzlose Gefolgsmann bezeichnet
werden, auch wenn ständerechtlich sehr wohl zwischen den
Nobiles, den freien Herren, und den Ministerialen, den unfreien
Dienstleuten, unterschieden wurde. Dennoch konnten aus gemeinfreien
oder unfreien Dienstleuten – sofern entsprechend
anerkannte Dienstleistungen und Eignungen vorhanden waren
– auch ritterbürdige Adlige werden, ein sozialer Aufstieg
war also durchaus möglich. Nur Söhnen von Bauern, Diakonen
und Geistlichen war es in dem von Kaiser Friedrich I. im Jahre
1186 erlassenem Reichslandfrieden verboten worden, in den
Ritterstand aufzusteigen. Offenkundig muss es zu dieser Zeit
schon solche Aufsteiger gegeben haben, denn der Kaiser verfügte
auch, dass diejenigen, die schon ein ritterliches Leben
begonnen hatten, wieder aus dem Ritterstand ausgestoßen
werden sollten. Für Zuwiderhandlungen wurden den Herren
der betroffenen Unfreien hohe Strafen auferlegt. Dennoch gelang
manchem Bauern- oder Klerikersohn wenigstens der Aufstieg
in die Gruppe der Ministerialen.
Wenn also die soziale Schichtung um 1200 betrachtet wird,
dann scheint es angeraten, die Ritter in freie Herren, Adlige,
und in
Ministeriale zu unterscheiden .
An der Spitze der Adelshierarchie stand der König, gefolgt
von den weltlichen und geistlichen Fürsten, die den Reichsfürstenstand
bildeten. Sie wurden auch mit dem Titel „Fürst“
angesprochen. In den chronistischen Quellen zur thüringischen
Geschichte erscheint diese Bezeichnung erstmals schon
für Ludwig I. (1131–1140), nachdem ihm der Landgrafentitel
verliehen wurde. In den Stand der Reichsfürsten stiegen die
Ludowinger erst mit Ludwig III. (1172–1190) auf. Der Gruppe
der Reichsfürsten folgten die Grafen und freien Herren, dazu
kamen die niederen Adligen mit geringem Besitz. Am Ende der
Adelshierarchie standen die Ministerialen, Dienstleute der Adligen.
Diese waren entweder Unfreie, hatten sich aus diesem
Stand emporgearbeitet oder waren unbedeutender Herkunft.
Da die Ministerialen seit dem 13./14. Jahrhundert im niederen Adel aufgegangen
waren, bildeten seit Beginn des 15. Jahrhunderts ihre kampferprobtesten Mitglieder
den Kern des
Ritterstandes.
Chronologische Übersicht der Burg- und Amtsmänner aus der Familie der Herren von Creutzburg
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1138 |
Ratgunda |
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1153 |
Nortmann, Zeuge in einer Hersfelder Urkunde |
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1186 |
Herren von Creuzburg |
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1190 |
Johann, Balthasar, Melchior, Hartmann, Brüder |
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1196 |
Nortmann und Burchard |
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1209 |
Berthold, landgräflicher Ministeriale |
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1221 |
Beringar und Rudolf, Brüder |
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1228 |
Albert, Propst |
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1232 |
Berthold |
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1233 |
Hermann, Ludwig, Ritter |
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1235 |
Ludwig, Ritter |
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1240 |
Berthold und Ludwig, Brüder |
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1241 |
Hermann |
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1243 |
Albert, Propst |
|
1243 |
Konrad, Kaplan |
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1255 |
Konrad, Siegfried, Brüder |
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1256 |
Berthold |
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1260 |
Gernot |
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1262 |
Bruno, Metinfrid, Brüder |
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1263 |
Hermann |
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1265 |
Berthold, Ritter |
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1288 |
Gernot |
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1300 |
Henricus, Propst |
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1315 |
Reinhard, Ratsmann in Eschwege |
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1326 |
Gotze, Ratsmann in Eschwege |
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1327 |
Fridericus, Hermannus, Ratsmann in Eschwege |
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1327 |
Fridericus, Hermannus, als Zeugen |
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1358 |
Heinrich, Ratsmann in Eschwege |
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1359 |
Hans und Hermann, bisher Herren zu Bischofroda |
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1359 |
Hans und Hermann, bisher Herren zu Bischofroda und Berka v. d. Hainich |
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1361 |
Ditherich, Prior der Augustiner in Eschwege |
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1387 |
Henrich |
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1420 |
Herren von Creutzburg, Burgmannen der Haineck |
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1438-39 |
Hermann zu Ifta |
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1446 |
Iohannes, Prior und Lezemeister des Augustinerklosters |
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1486 |
Bartholomäus, Franz und Georg in Spichra |
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1511 |
Ott und Jorg zu Bischofroda |
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1513 |
Georg zu Scherbda |
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1530 |
Jorg zu Scherbda |
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1530 |
Valten, Wilhelm, Reinhart und Clement zu Berka v.d. Hainich |
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1641 |
Herren von Creutzburg zu Stregda |
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1680 |
Heinrich Wilhelm auf dem Mittelshof |
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1742 |
Georg Ernst |
* Burg Haineck
Burg Haineck bei Nazza

Landgraf Balthasar von Thüringen begann um 1389 mit dem Bau einer Burg zum Schutz gegen Raubzüge der damals den Thüringern feindseligen Eichsfelder.
Der letzte Anlass zum Bau einer Burg soll der Raubzug eines Ritters aus dem Geschlecht der Hardenberge, ein mainzischer Landvogt des Eichsfeldes, gewesen sein.
Die Lage der Burg, am Rand des Hainichgebirges, war sicher Namensgeber für die Burg 'Haineck'. Fertiggestellt wurde der Bau 1392, urkundlich wird die Burg erstmals
1391 erwähnt. Die ersten landgräflichen Burgvögte waren aus dem Rittergeschlecht derer von Wangenheim. Nach einer Urkunde aus den Jahre 1416 verpfändet
Landgraf Friedrich der Jüngere das Dorf Wiegleben für 545 Gulden, die er dem Ritter Jakob von Wangenheim und seinem Vater Friedrich 'von Hayne', für ihre Aufwendungen beim Bau der
Burg, schuldete. Zu dieser Zeit waren die Brüder
Hannse und Wetzel von Creutzburg Burgvögte der Burg
Haineck. 1421 verpfändet der Landgraf die Burg für 800 Gulden an seinem Marschall Albrecht von Harras, welcher die Summe zum Unterhalt der Burg aufgewendet hatte.
1426 mußte Landgral Friedrich der Einfältige derer von Cruczeborg das Schloß Klemda in Eisenach abtreten, weil er seinen Vögten die Summe von 350 Gulden, die sie für Bautätigkeiten
an der Burg Haineck aufgewendet hatten, schuldete. Im Jahre 1437 übergibt der Landgraf die Burg an die Brüder Claus und Hans von Wangenheim. 1485 fällt die Burg an die ernestinische
Linie der Wettiner. Friedrich der Weise verpfändet die Burg 1503 an den Geheimen Rat und Malteserritter Georg von Hopfgarten für 1200 Gulden. Da die Schuld auch nach zehn Jahren
nicht beglichen werden konnte, fiel die Burg in den erblichen Besitz der Familie von Hopfgarten. Diese gaben 1570 Ihren Wohnsitz auf der Burg auf und zogen in das neuerbaute Schloss
nach Nazza. Nach dem 30igjährigen Krieg beginnt der Verfall der Burg.
1992 beginnen Ausbesserungsarbeiten durch den Heimatverein Mihla.
* Gut Merxleben
Im Jahr 802 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung.
Im Jahre 1075 tobte die Schlacht Heinrich IV. gegen die Thüringer über das Dorf hinweg. Sie war eine der größten Schlachten des Mittelalters. Dabei fanden 8.000 Kämpfer den Tod.
1525, Heinrich von Creutzburg ist Gutsherr in Merxleben.
Im Ort wohnen 29 Bauern.
Sechs Bauern beteiligen sich unter ihrem Anführer Fritz Schröter am Bauernaufstand.
1715 wurde das Rittergut gerichtlich versteigert und 1948 erfolgte der Abriss desselben.
* Gut Bischofroda / Berka vor dem Hainich
Der Ortschronist von Mihla, Rainer Lämmerhirt, schreibt hierzu:
Zu den baulich schönsten Schlössern in Westthüringen zählt das Bischofrodaer Schloss.
Es entstand aus einem älteren Vorgängerbau im Jahre 1752 und ist dem Baustil des Rokoko zuzuordnen.
Allerdings ist über die Geschichte des Schlosses recht wenig bekannt.
Ein Rittersitz, wohl mehr ein größerer Wirtschaftshof, ist daher als Vorgängerbau des heutigen Schlosses zu vermuten.
Recht schwierig sind die Besitzverhältnisse im Dorf zu rekonstruieren.
Schloss in Bischofroda, ehemaliges Herrenhaus, Rittersitz der Herren von Creutzburg

Schon sehr früh konnte das Kloster Disibodenberg in der Pfalz Rechte in Bischofroda erwerben.
Woher diese Rechte stammen und wie sie letztlich entstanden sind, lässt sich nicht mehr erkennen.
Im Jahre 1148 entschied Erzbischof Heinrich zugunsten des Petersklosters.
Auszug aus dem Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster
1186
Piligrim, Abt des Peterskloster zu Erfurt, belehnt die Herren von Creuzburg(Cruceburck) mit dem Hofe in Bischoferode
1190
Das Peterskloster zu Erfurt belehnt die Gebrüder (fratres de Cruceburck) Johann, Balthasar, Melchior und Hartmann von Creuzburg mit seinem Gute zu Bischofsroda
Mit wenigen Unterbrechungen blieb die Ritterfamilie von Creutzburg bis zum Jahre 1742 Lehnsherr im Dorf.
Auszug aus dem Genealogisch-Historisches Adels Lexicon von Johann Friedrich Gauhe, Leipzig 1740
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Ihre Herrschaft in Bischofroda war teilweise oder gänzlich unterbrochen, als im Jahre 1269 das Eisenacher
Nikolaikloster Grundbesitz in "Byscoferode" erwarb.
Auch der Landgraf von Thüringen scheint Einfluss im Ort gewonnen zu haben, ein Vorgang, der auch in der Nachbarschaft
mit dem Rückgang der Mainzer Macht einherging. Letztlich konnte das Erzstift seinen Einfluss auf die Region nur
halten, weil die Herrschaft an das Erfurter Peterskloster übertragen worden war.
Im Zentrum der Mainzer Verwaltung, im benachbarten Mihla, saßen schon seit
1242 mit den Herren von Schlotheim Ministeriale des Thüringer Landgrafen.
Die Besitzverhältnisse erscheinen daher für das 13. und 14. Jahrhundert als sehr schwierig rekonstruierbar, zumal sich
nun mit den Herren von Bischofroda noch ein weiteres Adelsgeschlecht, vielleicht eine Seitenlinie der Herren von Creutzburg, herausbildet.
Von ihnen ist allerdings kaum etwas bekannt. Lediglich für das Jahr 1361 ist vermeldet, dass Rudolf von Bischofroda
dem Vicar der Frauenkirche zu Eisenach einen jährlichen Zins von 1 Erfurter Malter Korn überlässt.
Wenig später werden
Gerlandus und Rodolphus, Militis de Bischofroda
urkundlich genannt.
Wichtig ist, dass seit 1351 auch ein Viertel des Nachbarortes Berka an
Hans und Hermann von Creutzburg
verliehen sind (als Lehnsherr tritt hier Landgraf Friedrich III. auf), die die untere und die obere Gerichtsbarkeit ausüben.
Zeitweise sind beide Güter auch an die Herren von Wangenheim versetzt, also verpfändet.
Die Zugehörigkeit eines Teiles von Berka nach Bischofroda wird auch für lange Zeit erhalten bleiben.
Hans David von Creutzburg, Grund- und Gerichtsherr über Bischofroda und Bewohner des Vorgängerbaus des heutigen Schlosses, Grabstein vor der Kirche

Klarere Herrschaftsverhältnisse kehren erst am Ende des 15. Jahrhunderts ein,
nun ist die Familie von Creutzburg alleiniger Lehensinhaber.
Vermutlich sind die Herren von Bischofroda inzwischen lange ausgestorben und das Erfurter Peterskloster konnte seine Ansprüche im
Ort gegenüber der Landesherrschaft durchsetzen.
Inhaber des Bischofrodaer Rittersitzes ist im Jahre 1486 Hans von Creuzburg, ebenso noch im Jahre 1497.
Für diese Jahre haben sich Schuldurkunden der Berkaer Untertanen an den Ritter erhalten.
Im Jahre 1514, kurz vor Ausbruch der Reformation, vermeldet
Jörg (Georg) von Creutzburg zu Bischofroda
an den Schultheiß des Amtes Creuzburg, dass er in diesem Jahr für die Tranksteuer 15 Silbergroschen eingenommen habe.
Dafür seien 19 Eimer Bier, den Eimer mit 9 Pfennigen verrechnet, ausgeschenkt worden.
Im gleichen Jahr wurden in Ifta 44 Eimer und in Mihla 95 Eimer Bier ausgeschenkt
(Eimer ist hier als Maßeinheit zu verstehen, Vgl. Drescher, G., Bischofroda und Berka vorm Hainich, Dissertationsschrift, Jena 1923).
In den Jahren des 15. Jahrhunderts konnten die Herren von Creuzburg ihre Herrschaft im Ort weiter festigen.
Ritter Hans Jorg von Creutzburg, Grabstein im Triumphbogen in der Kirche in Bischofroda

In der Kirche in Bischofroda ist ein um das Jahr 1600 angefertigter Triumphbogen.
Im rechten Pfeiler des
Bogens ist das Grabdenkmal des im Jahre 1584
verstorbenen Hans-Jorg von Creutzburg. Er ist
in ganzer Gestalt und in voller Ausrüstung
dargestellt.
Unter dem giebelförmigen Kopf des Grabsteines
ist der Schluss aus dem dritten Kapitel des
Paulusbriefes an die Philipper eingemeißelt.
Im Himmel unser Wandel ist,
wir warten auf den Herrn Christ.
Der wird unseren nichtigen Leib
verklären, dass er werde und bleibt
seinem verklärten Leibe gleiche
nach seiner Wirkung ewiglich.
Grabstein des Dietrich Georg von Creutzburgk von 1607 und Grabstein des Sigmund von Creutzburgk von 1601
Im Jahre 1742 war Georg Ernst von Creutzburg der letzte Vertreter seiner Linie .
Im Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, Regensburg 1863, findet man hierzu:
Creutzburg, Cruceberg, thüringer Uradel. .......... Im Jahr 1731 stand ein Freiherr von Creutzburg als Major in kaiserlichen Diensten. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts
ist die Familie sehr herabgekommen und es sollen noch Sprossen derselben als Bauern in Thüringen leben.
Im thüringischen Tabarz bzw. Kassel sollen nach den mir vorliegenden Informationen noch Nachkommen der 'von Creutzburg' leben, den Adelstitel aber abgelegt haben.
Nachkommen derer 'von Kreutzburg' sind nach Namibia ausgewandert. Eine endgültige Klärung wird weiteren Forschungsarbeiten vorbehalten sein.
* Gut Sulzrieden
Auszug aus dem Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster
1233 nach September 1
Vor den von Erzbischof von Mainz verordneten Delegierten schließt das Peterskloster zu Erfurt mit Ritter Dietrich Craz und dem
Laien
Hermann von Kreuzberg
(Hermannum laicum de Cruciberch) einen emphyteutischen Vertrag über die
dem Kloster gehörigen Güter in Sulzrieden
Die ehemalige Siedlung Sülzrieden, im Flurbezirk Berka vor dem Hainich, lag etwa 3 km vom Ort entfernt im „Langen Tal“.
Unweit dieser Siedlung findet man den Malstein und die uralte Mallinde, welche die Wahrzeichen der Gemeinde Berka v.d.H. darstellen.
Die Mallinde grenzt direkt an den Nationalpark Hainich, ein bedeutender Ausgangspunkt mit Wanderparkplatz für Wanderungen in den Park.
Hier beginnen der Naturlehrpfad Silberborn und der Sulzriedenweg.
* Gut Scherbda
Etwa 5km von Creuzburg entfernt, liegt das Dorf Scherbda in landschaftlich schöner Höhenlage.
Seit 1994 gehört die Gemeinde Scherbda, als neuer Ortsteil, zur Stadt Creuzburg.
Die erste Erwähnung Scherbdas erfolgte im Jahre 1229 in einer Urkunde, die am 10. Juli auf der Wartburg ausgestellt wurde.
Nach einem Tauschbrief vom 1. Mai 1357 überließen Friedrich von Creutzburg und seine Söhne Rudolf, Lutze und Wetzel dem
Kloster zu Creuzburg tauschweise einige Güter zu Ifta gegen das Gut Scherbda. Im Jahre 1458 erhielten die Gebrüder Jorge und
Wetzel von Creutzburg vom Herrn Herzog Wilhelm zu Sachsen für sich und ihre rechten Leibeserben Scherbda mit allen Zubehör.
Von 1519 bis 1582 war das Dorf mit Gut und Gerichten als fürstliches Lehen im Besitz der Herren von Creutzburg. In dieser Zeit
wurde der Name ' Scherbeda ' erstmals erwähnt.
1576 heiratete Georg von Creuzburg zunächst die Tochter des Ritters Hans von Scherbda, später die aus Hallungen stammende
Maria von Creuzburg geborene Zengin.
Grabplatten des Georg von Creuzburg, seiner Frau Maria und seines Vaters Georg in der Kirche in Scherbda
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Durch den Tod Georgs im Jahr 1582 fiel das Dorf mit der dazugehörigen Wüstung Hinterscherbda heim, aber seine Witwe Maria kaufte das Gut zurück.
1598 heiratete Bernhard von Wangenheim Dorothea von Creuzburg, Tochter Georgs und Enkelin des Ritters Hans von Scherbda.
Damit ging das Dorf in den Besitz derer von Wangenheim über.
In ' Die Hoheit Des Teutschen Reichs-Adels, Vollständige Probe TOMUS II' , Bamberg 1751, ist das Adelsgeschlecht von Creutzburg in einer genealogischen Übersicht dargestellt.
* Gut Dankmarshausen
Dankmarshausen ist ein kleines Bauerndorf am linken Ufer der Werra, 6,5 km südöstlich von Gerstungen entfernt.
Man findet folgende Schreibweisen für Dankmarshausen wie Dancmareshusen, Dankmarshusen, Dangkmarshusen, Dangmerßhusen.
Seit alter Zeit gehörte Dankmarshausen zum Amt Gerstungen und war wie die Burg Gerstungen bis 1402 fuldaisch.
Ritter Berthold von Creutzburg, fuldaischer Lehnsherr von Gütern in Creuzburg und Dankmarshausen, wird 1279 in den Ratsfasten Eisenachs
in einer Verkaufsurkunde erwähnt.
Landgraf Albrecht von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen, Hermannus
de Mila, Gunterus de Slatheim, die Schöffenmeister und die weiteren Schöffen bezeugen den Verkauf des Gutes Dankmarshausen an
Ritter Albert Friese zu Dankmarshausen. Diese Urkunde zählt heute als Ersterwähnung.
Berthold und Bruno von Creutzburg beurkunden mit 22 weiteren Ratsmeistern und Schöffen den Vertrag
durch ihre Unterschriften.
Mechtfried von Creutzburg, der 1262 in den Akten und 1265 in den Ratsfasten genannt wird, könnte ihr Vater und auch fuldaischer Lehnsherr gewesen sein.
Nach dem Tod des Ritters Albert Friese veräußern seine Söhne Conrad und Dietrich das Gut wieder an das Kloster Fulda.
* Gut Neuenhof/Hörschel
historische Darstellung Neuenhof um1858

Neuenhof an der Werra, etwa 10km von Creuzburg, ist heute ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Eisenach in Thüringen.
Die Herren Albert Boineburg-Lengsfeld auf Weilar und Prof. W. Rein aus Eisenach erforschten die Geschichte Neuenhofs und datieren die Ersterwähnung
Neuenhofs auf 1405. Die Ritter Johann von Stein zum Liebenstein und dessen Bruder Wetzel verkauften das Gut, welches sie von der Familie von Nesselröden erworben
hatten, mit Bewilligung des Abts von Hersfeld als Lehensherr, an Helwig von Ruckus für 300 Gulden. Seine einzigste Tochter Gertrud vermählte sich 1434 mit Georg von Reckrodt,
welcher 1441 mit Neuenhof belehnt wurde. Die Söhne Hermann und Georg Berlt von Reckrodt teilten sich das ererbte Neuenhof. Ein Viertel von Neuenhof erbten Hermanns drei
Enkelinnen
Margarete von Kreutzburg, Agnes von Boyneburgk und Dorothea von Reineck. Der Sohn von Agnes, Melchoir Rudolf
von Boyneburgk, erwarb das gesamte Erbteil und verkaufte es 1606 an seinen Schwiegersohn Wilhelm von Cornberg.
* Waltershausen
In der 'Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha' von 1780 findet man....
Waltershausen hat schon seit vielen Jahrhunderten eine städtische Obrigkeit. Die Vorgesetzten
derselben hießen im 14. und 15ten Jahrhunderte Rathsmeister. Es waren ihrer zween. 1394 waren Peter Schmidt und
Rudolf von Kreuzburg Rathsmeister.
* Spichra
Das kleine Dorf Spichra, ca. 11km von Eisenach entfernt, und seine Geschichte ist eng an die Werra und die dort mögliche Fischerei ("Spicher") gebunden.
Der Ort und seine Fischgründe wechselten oftmals seine Besitzer. Mönche der nahen
Stadt Eisenach waren ebenso darunter wie die
Herren von Creutzburg
oder Buttlar.
Urkunde vom 7. November 1393 über den Verkauf von Fischgründen

Die Brüder Christian und Guardian des Franziskaner Klosters Sankt Elisabeth in Eisenach, unterhalb der Wartburg gelegen, und der dortige Konvent
bekunden, dass ihnen Friedrich von Romrod, Abt von Fulda, Fischgründe beim Dorf Spicher, die sie von
Konrad von Creuczburg gekauft haben, zu Erbrecht verliehen hat.
* Stedtfeld
historische Darstellung des Unterhaus in Stedtfeld von 1858

Stedtfeld, heute ein Ortsteil von Eisenach, wird 1155 urkundlich erstmals erwähnt.
Das Dorf Stedtfeld teilte sich ursprünglich in die Güter Nieder- und Oberstedtfeld. Beide Orte gehörten dem Abt von Hersfeld, welcher die Orte an verschiedene Familien verpfändete
bzw. zur Lehn gab.
So wurden die von Frankensteine(Stammburg bei Bad Salzungen) mit Oberstedtfeld belehnt, welche wiederum das Dorf
an die Familie von Stetevelt, an die Eisenacher Patrizierfamilie von Hellegrave und an Hermman von Brandenfels zur Lehn gaben.
Gegen Ende des 13. Jahrhunderts (1283) hatten beide Güter drei Besitzer. Conrad von Dorbeschen und Rudolf von Dornburg verkaufen 1290
jeweils ihr Drittel von Stedtfeld an den Ritter Hermann von Hirsingeroda. 1296 verkauft Conrad von Varila sein Drittel ebenfalls an den
Ritter von Hirsingeroda, Hofmeister des Landgraf Albert.
Sein Sohn Albert wird ebenfalls Hofmeister unter Landgraf Friedrich.
Dessen Söhne Hermann, Albert, Ludwig, Wilhelm und Heinrich nehmen den Familiennamen Hovemeister (Hofmeister) an, in Andenken
der sehr angesehenen Stellung eines Hofmeisters von Vater und Grossvater.
Von diesen Söhnen teilten sich Hermann und Heinrich das Gut Stedtfeld. Hermann, der sich in einer Urkunde von 1392 als den Älteren bezeichnete,
verpfändete 1369 seinen Anteil an Heinrich von Nesselröden,
Johann von Creutzburg, Johann
und Fritze von Frymar und Johann Gottschalk für 40 Mark Eisenacher Währung.
* Gut Mittelhof(Hötzelsroda)
historische Darstellung des Dürrehof um 1858

Hötzelsroda ist seit 1994 ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Eisenach. Der
Mittelhof oder Metzelroda, früher Eigentum
der Herren von Creutzburg,
kam 1764 als Mitgift an den königl. Preussischen Obrist Ernst Otto Damian von
Rheineck, indem derselbe die Tochter des Oberbürgermeister Knor zu Eisenach
heiratete. Die Herren von Rheineck verkauften das Gut 1809 an den Landrat Carl
Christian Jeremias Mey, und dessen Erben 1844 an den Fabrikanten Carl Eichel,
der den Mittelhof zu einem stattlichen Wonsitz ausbaute. Den benachbarten
Dürrehof besassen die Hofmeister von Stedtfeld und gaben denselben 1385 dem
Nicolaikloster zu Eisenach zur Lehn. 1789 wurde das Gut von dem Fabrikanten
Jacob Eichel zu Eisenach erworben.
* Sallmannshausen
Graf Burghard von Brandenburg bei Lauchröden (Brandenberg) hatte 1258 den Nonnen
des Gothaer Zisterzienserklosters zum Heiligen Kreuz seine bei Goldbach
(Goldpach) gelegenen Ländereien vermacht oder verkauft. Darüber war es zum
Streit gekommen. Durch Verhandlungen wurde ein Vergleich erzielt, demzufolge die
Nonnen noch einmal 12 Mark Silber und eine Reihe von Naturalien zu zahlen
hatten. Darüber wurde diese Urkunde ausgefertigt. Zeugen: Giselher von Oberellen
(Ellende), Hermann Priester von Herleshausen (Herleshusin), Friedrich d.J. von
Treffurt (Driford), Conrad Ritter von Rode, Erfo von Jochesberg, Berthold von
Holzhausen, Th(oderich) von Sallmannshausen (Salmanshusin),
Bruno und Mefried von Creuzburg (Kruzeburg).
Acta sunt hec anno domini MCCLXIII die Vincencii martiris [22.1.1263].
* Schreibweisen des Namen
Creutzburg und der Stadt Creuzburg
Aus der Schriftenreihe der Thüringischen Geschichtsquellen, den Ernestinischen
Landtagsakten von 1487-1532, entnimmt man die verschiedensten Schreibweisen der
Herren von Creutzburg und der Stadt Creuzburg.
Landtag zu Naumburg 1498
Aus der 'Ritterschafft zu Dhuringen' erschienen :
....Otte und George von Creutzpurg, gebrudere,
Hannße, Balthazar, Melchior und Hartunge von Creutzburg, gebrudere und
vettern.....
Amptleute zu Doringen: Hauptman zu Wymar , amptman zu Gotha, amptmann zu
Creuczburg........
Stette zu Dhuringen: Rath zu Ifennach, rath zu Creutzburg, rath zu Gotha......
Landtag zu Altenburg und Ausschußtag zu Zwickau 1530/31
Vom 'Ampt Creutzburg' erschienen:
Christof von Creutzburg zu Bischofrodt, Jorg
von Creutzburg zu Schwerberde, Oswaldt, Reimhart und Endres von Creutzburg,
Wolff und Jhan von Dolen zu Bercka vorm Heinichen, Valten, Wilhelm, Reinhart und
Clement von Creutzburg zur Bercka.
Auf dem Landtag zu Altenburg und Ausschußtag zu Zwickau findet man folgenden
Eintrag vom 20. Januar 1531:
Oswalt von Creutzburgk bekennt, daß er, weil
,,er daryn nicht geschickt, auch unvermoglich", auf dem Landtage zu Zwickau
nicht erscheinen könne und dazu seinen Vetter Mangolt von Reckenrodt abgefertigt
habe.
Landtag zu Jena 1511 und Ausschußtag zu Fahner 1511
Aus ' Ißennach ' erschienen:
......Ott und Jorg von Cruzburg zu
Bischovenrode, Melchior und Balthasar von Creutzberg zu Bergka vorm Heynichen,
Ludwig und Herman von Boyneburg zum Kreiemberg, die von Harftall gebrudere und
vettern zu Creutzburg, die von Creutzburg zu Scherbede, Albrecht und Sebaftian
von Herda.......
Urkunde über die Verpfändung von Einkünften des Friedtrich von Creutzburgk und seiner Ehefrau Margarete vom 6. Januar 1617
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Friedtrich von Creutzburgk zu Berka vor dem Hainich und seine Ehefrau Margarete,
geborene von Creutzburgk, bekunden für sich und ihre Erben, dass sie Johann
Friedrich von Schwalbach, Abt von Fulda und dem Kloster Fulda mit Zustimmung der
Witwen Anna von Hanstein und Katarina Treusch von Buttlar, beide geborene von
Creutzburg, ein Drittel ihrer Einkünfte und Rechte in Geismar im Amt Rockenstuhl
für 800 Gulden verpfändet haben.
Beachtenswert sind die Unterschriften und die verwendete Schreibweise
'Creutzburgk' für den Namen Creutzburg.
Friedtrich von Creutzburgk meine eigene handtt
Anna von Hanstein geborene von Creutzburgk witbe zu Oberellen
in vollmacht der edlen und vielehrentugensamen frau Catarina Treuschen von
Botlar, witwe zu Willershausen und geborene von Creutzburgk, so niht schreiben
kann, habe ich Joan Pfefferkorn des rats und burg zu Creutzburgk min eigener
hant unterschriben
* Ritterkreis Franken,
Reichsritter
Creutzburg (Reichsritter) - Vielleicht gehörten die Creutzburg zum Kanton
Rhön-Werra des Ritterkreises Franken
Auszug aus dem Historischen Lexikon der deutschen Länder von Gerhard Köbler,
1988
* Ceutzburg, Creuceberg,
Cruceberg
Im Adelslexikon von Johann Christian von Hellbach, 1825 findet man:
Creutzburg, Creuceberg, Cruceberg
Ein altes thüringisches Geschlecht, das schon im 13ten Jahrhundert im H. Gotha
wohnhaft war.
Auszug Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, Band 1 von Jacob Christof Iselin, 1726
feculi, feculum - Jahrhundert
Begriffserklärung
* Vogt
Vogt (mittelhochdeutsch voget, vogt, voit, vout; ahd. fogat; mlat. vocatus; v.
lat advocatus = der Herbeigerufene, Anwalt). Nach früh- und
hochmittelalterlicher Rechtsauffassung war nur der wehrfähige Mann
uneingeschränkt rechtsfähig. Alle anderen Personen brauchten einen Wehrfähigen
als Vormund, Vertreter oder Schirmherrn, unter dessen Vogtei (mhd. vogetie,
voitie) sie standen. Der Bevogtung durch eine verschwindend kleine Minderheit
von adligen Laien unterstand somit die Masse der Bevölkerung: Unfreie und
Abhängige, Frauen und Kleriker. Dazu noch Juden und Landfremde.
* Lehen
Lehen (mhd. lehen, ahd. lehan; v. mhd. lihen, ahd. lihan = übriglassen,
ausleihen; mlat. feudum, feodum; „feudum vasallatus, quod ein manlehen
vulgariter dicitur“). Das Lehnswesen des Mittelalter ging in spätfränkischer
Zeit aus der Unterhaltspflicht eines Herren (dominus, senior) seinem Vasallen
(homo, vasallus, vassus) gegenüber hervor. Diesem wurde Land samt den darauf
sitzenden Grundholden zur unentgeltlichen Leihe (als beneficium, seit dem 11.
Jh. auch feudum, feodum oder fevum = Lehen genannt) gegeben. Das Lehen festigte
das gegenseitige Treueverhältnis und sicherte die wirtschaftliche Grundlage des
Vasallen, der ja auch für die im Herrendienst entstehenden Kosten (z.B. für
Waffen, Kriegsknechte und Rösser) aufkommen musste.
* Rittergut
Ein Rittergut (lat. praedium nobilium sive equestrium) war ursprünglich ein
Landgut, dessen Eigentümer Ritterdienste, ursprünglich persönliche Leistungen
(Heerfolge), später auch Geldleistungen (Ritterpferdsgelder) leistete. Ein
Rittergut musste eine Mindestgröße besitzen, um dem (adligen) Eigentümer eine
standesgemäße Existenz, unabhängig von der Ausübung eines bürgerlichen Berufs,
zu ermöglichen. In Preußen betrug dieses Mindestmaß am Ende des 18. Jahrhunderts
zwischen 40 und 80 Morgen (10 bis 20 Hektar), jeweils abhängig von der
Bodenqualität und den Rechtsvorschriften der einzelnen Landesprovinzen. Weitere
Voraussetzung ist ein sogenanntes castrum nobilis, also die Existenz eines
Herrenhauses.
* Ritter
Der Stand der Ritter ist hervorgegangen aus der berittenen Gefolgschaft der
germanischen Heerführer, vor allem aber aus der berittenen Kriegerschaft unter
den karolingischen (751-814) und sächsischen Kaisern (919-1024). Diese
Kriegerschaft bestand aus abhängigen Vasallen bzw. unfreien Dienstleuten
(Ministerialen), die ihren Herren, den Fürsten und Grafen, u.a. zu
Kriegsdiensten verpflichtet waren. Sie mußten in den Krieg ziehen, wenn der
König von ihren Herren, den Fürsten und Grafen, militärische Unterstützung
forderte. Aus diesem Kreis der berittenen Kämpfer entwickelte sich der "Beruf"
des Ritters (miles). Grundsätzlich konnte jeder, ob frei oder unfrei, als Ritter
dienen. Doch dazu eigneten sich nur solche Männer, die zum Reiterkampf
ausgebildet waren und dank eines entsprechenden Besitzes die hohen Kosten für
Kriegsausrüstung aufbringen konnten. Als unter den salischen Königen (1024-1125)
das Rittertum aufblühte, hatte es sich bereits zu einem regelrechten Stand
entwickelt, der von seinen Angehörigen die Führung einer ritterlichen Lebensart,
angemessene Rüstung und Bewaffnung sowie die förmlich durch die Schwertleite
verliehene Ritterwürde verlangte. In der Stauferzeit (1138-1250/54) erlebte das
Rittertum seinen Höhepunkt. Um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert wurde die
Ritterschaft zu einem Geburtsstand. Nun konnte nur noch Ritter werden, wer von
einem Ritter abstammte, also ritterbürtig war (Abschließung des Ritterstandes).
Als Sohn eines Ritters trug man, solange man nicht zum Ritter erhoben war, die
Bezeichnung Edelknecht.
Quellen:
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Philosophische Fakultät, Institut für
Germanistische Sprachwissenschaft, Institut für Germanistische
Literaturwissenschaft Ortsnamen der ‘Thüringischen Landeschronik’ (Codex
Gothanus Chart. B 180)
Magisterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades MAGISTER ARTIUM (M.A.)
vorgelegt von Beate Lex geboren am 16.11.1971 in Leipzig
Erstgutachter: Herr Prof. Dr. Meineke Zweitgutachter: Frau PD Dr. Weigelt Jena,
6. August 2001
Regesta Diplomatica Necnon Epistolaria Historiae Thuringiae, Otto Dobenecker,
Band II Teil 1,2, Band III, Jena 1900
Urkundenbuch der Erfurter Stifter und Klöster Teil 1-3, Alfred Overmann, Magdeburg 1929
Die Creuzburg. Kurt Langlotz 1941
900 Jahre Bischofroda, Walter Böttger 2004
Die Ritterburgen und Bergschlösser Deutschlands von Friedrich Gottschalck, Halle
1835
Album der Schlösser und Ritterschaftlichen Besitzungen des Grossherzogthums
Sachsen-Weimar-Eisenach, Prof. W.Rein,1858
Deutsches Adels-Lexikon von Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke, Leipzig 1860
Archiv für die Sächsische Geschichte von Dr. Wilhelm Wachsmuth, Dr. Karl von
Weber, 1863
Landeskunde des Großherzogthums Sachsen - Weimar - Eisenach von C. Kronfeld,
Weimar 1879
Genealogisch-Historisches Adels Lexicon von Johann Friedrich Gauhe, Leipzig 1740
Die Hoheit Des Teutschen Reichs-Adels, TOMUS II, Bamberg 1751
Vaterlandskunde oder Bemerkungen über die Stadt Eisenach und Ihre nächste
Umgebung, Johann Heinrich Mey, Eisenach 1821
Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha, Joh. Georg August Galletti,
1780
Staats Handbuch für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach, 1863
Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels Band XV,
Vereinigung des Adels (E.V.), 1984
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, Band 1 von Jacob Christof Iselin, 1726
Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels, Bd. II, Regensburg 1863
Die Wappen des hessischen und thüringischen Adels, J. Siebmacher 1977
Die Entstehung der Landesherrschaft in Thüringen, Hans Patze, 1962
Thüringen um 1200, PD Dr. Sylvia Weigelt, 2007
Ernestinische Landtagsakten Band 1, Die Landtage von 1487-1532, Dr. C. A. H.
Burkhardt,1902
Staatsarchiv Marburg
777 Jahre Scherbda, Arbeitsgruppe Dorfchronik,Ortschronist Herr Cron Scherbda,
2006
Der Hainich 1894, Hermann Gutbier , Reprint der 1. Ausgabe von 1894 ergänzt von Harald Rockstuhl 2006
Beiträge des Ortschronisten Herrn Rainer Lämmerhirt aus Mihla
Wikipedia
Telefonbuch Deutschland
Forum.ahnenforschung
Namensforscherin Roswitha Kolatzki, geb. Kreutzburg aus Bansleben
Namensforscher Jens Rost, Schönstedt(Thüringen)
Namensforscher Sven Helbig, Erfurt
© 2009 Michael Creutzburg, Eisenach